Der Geruch von Angst

Du stehst in einem Zimmer, die Kälte, die über deine Haut streicht spürst du deutlich und langsam breitet sich auf deinem ganzen Körper Gänsehaut aus. Du riechst den Schweiß, den Geruch von Angst und das Zittern der anderen lässt die Luft um dich förmlich vibrieren. Auch du zitterst, aber nicht aus Angst sondern wegen der Anspannung. Der Geschmack von Metall und beißenden Chemikalien scheint dir den Mund zu verätzen und du hast das Gefühl dich jeden Moment übergeben zu müssen.  Die anderen atmen laut und es fühlt sich so an, als würde das Gemisch aus schnauben und hecheln in deine Gehörgänge kriechen.Sie bewegen sich in Zeitlupe und kleine Spuckefäden verlassen beim Sprechen deinen Mund. Deine Haare kleben an deiner Stirn und sind vom Wasser noch tropfnass. In deinen Augen liegt die Wut und die Verzweiflung über die Situation, das Bedauern der, dich bietenden, Szenerie.

Die Angst scheint auch dich wie eine schwarze Wolke einzunebeln. Aus ihren Gesichtern spricht die pure Panik und fast hast du Mitleid mit ihnen, als du die Waffe hebst und abdrückst.

Pauline

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