Die Vermissten von Caroline Eriksson

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Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, habe gerade die letzten Zeilen eines Buches gelesen und bin, um ehrlich zu sein, noch ein wenig verstört. “Die Vermissten” wurde 2016 im Penguin Verlag veröffentlicht und wurde von Caroline Erikkson, einer schwedischen Autorin, verfasst. Es hat glatte 270 Seiten, ist groß geschrieben, was ich sehr angenehm zu lesen finde und ist für 13,00€ käuflich zu erwerben. Es wird als Psychthriller tituliert, was ich übertrieben finde. Es kann aber auch einfach sein, dass ich, als Stephen King Liebhaberin, ein anderes Kaliber gewöhnt bin. Zum Inhalt komme ich nun, ohne Dir zu wichtige Informationen zu geben. Die coolen Kids würden wohl sagen:”Ey isch schwöre isch spoiler disch nischt, Digga”!

Greta, ihr Freund Alex und seine Tochter Smilla machen Urlaub in seinem Ferienhäuschen, gelegen an einem einsamen See. Nach einem gemeinsame Ausflug mit einem Ruderboot zu einer Insel des Sees, verschwinden Alex und Smilla spurlos. Eigentlich hatten sie die Insel nur betreten, weil die vierjährige Smilla mit ihrem Papa ein Abenteuer erleben wollte. Nach langem Warten fängt die im Boot zurückgelassene Greta verzweifelt an die beiden zu suchen, die sie so sehr in ihr Herz geschlossen hat. Aber sie sind nicht aufzufinden und verstört macht sich Greta wieder auf den Weg zu Alex’ Häuschen, in der Hoffnung das es nur ein blöder Streich war und die beiden auf dem Sofa sitzend und lachend auf sie warten würden. Aber so kommt es nicht. An sein Handy geht Alex auch nicht und nach Tagen hat Greta immer noch kein Lebenszeichen bekommen. Von Zeit zu Zeit holt ihre Vergangenheit sie ein und der Leser muss sich fragen ob sie selber nicht etwas mit dem Verschwinden von Alex und Smilla zu tun hat.

Ich muss zugeben, ich konnte mich nur langsam mit dem Buch anfreunden. Da man am Anfang keinerlei Hintergrundinformationen über die Protagonistin Greta bekommt, wirkt sie fast ein bisschen dümmlich. Ich habe mich nämlich schon gefragt, wieso sie nach tagelangem Suchen nach Alex und Smilla, noch nicht die Polizei benachrichtigt hat. Aber peu a peu wird der Leser mit mehr Informationen beschenkt und man kann sich denken, wieso sie Probleme hat, um nach Hilfe von außen zu bitten. Ich fand, dass der Klappentext sehr vielversprechend wirkte, mit dem Ende bin ich aber leider nicht zu 100% zufrieden. Das Ende der Geschichte wird meinem Empfinden nach dem Potenzial vom Anfang der Erzählung nicht wirklich gerecht. Nichtsdestotrotz ist das Buch natürlich nicht schlecht. Es ist kein dicker Wälzer (Achtung, lustige Doppelbedeutung: im Hinblick auf Stephen Kings “ES” wirkt die Aussage sehr ironisch), eine gute Lektüre, die man getrost auch vor dem schlafen gehen lesen kann, keine Alptraumgefahr. “Leichte Kost” wäre übertrieben, aber es ist kein Buch, dass dem Leser schwer zusetzt.

Pauline

3 Kommentare zu „Die Vermissten von Caroline Eriksson

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