Optionslähmung

Wir haben so viele Möglichkeiten und Perspektiven, dass wir keine Ahnung haben, was wir machen sollen, geschweige denn was wir machen wollen. In meiner Klasse ein verbreitetes Phänomen: Angst. Angst vor der Zukunft und was sie mit sich bringt. Im besonderen das Leben in der Berufswelt.

Nächstes Jahr machen wir (hoffentlich) unser Abitur und dann geht das Leben richtig los. Ich bin einer der wenigen Personen, die mehr oder weniger einen Plan verfolgen, ein Ziel haben. Nicht alle haben dieses Glück. Ein Gespräch mit einer guten Freundin, Yara, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ein Traumjob, ein Ziel, zu haben, ist Segen und Fluch zu gleich.

Yara hat noch nicht wirklich eine Idee, kann somit aber auch nicht enttäuscht werden, im Gegensatz zu mir. Wenn mein Wunsch, aus welchem Grund auch immer, nicht in Erfüllung gehen würde, stünde ich nicht nur planlos sondern auch enttäuscht und niedergeschlagen vor dem Nichts. Ich bin seit Jahren festgelegt und haben keinen Alternativplan, keine Ausweichmöglichkeit. Für mich gibt es im Moment nur eine Richtung: mein größter Wunsch ist es zu schreiben, am liebsten Bücher, Kurzgeschichten, Prosa. Es ist nicht so, dass ich schreiben will. Ich muss schreiben!

Aber was ist besser? Einen Plan haben und mit der Chance leben, dass man vielleicht enttäuscht wird? Oder unvoreingenommen in die Berufswelt starten, mit der Aussicht, möglicherweise Jahre zu verschwenden, bis man irgendwann den passenden Beruf gefunden hat? Für mich klingt beides angst einflößend, es geht schließlich um unsere Zukünfte…

Wie war/ist das bei dir? Hattest oder hast du einen Plan? Falls du schon arbeitest, studierst oder eine Ausbildung machst: hat dein Plan oder Wunsch sich als Realität herausgestellt oder nicht?

Pauline

10 Kommentare zu „Optionslähmung

  1. Einen Plan zu haben bedeutet auch nicht immer, dass dieser dann genau so verfolgt wird. Aber er Kanals Orientierung dienen und eine Richtung aufzeigen.

  2. Ich finde es immer sehr wichtig einen Plan im Leben also auch im Beruf zu haben. Ohne dies kann man keinen Erfolg haben, denn man muss sich klare Ziele setzen um auf diese hinzu arbeiten. So arbeite ich bereits seit nun 7 Jahren selbstständig und ich kann es nur jedem so raten vorzugehen.

    Liebste Grüße
    Caroline | http://www.carolinekynast.com

  3. Nö ich denke nicht das man einen Plan hat und ich finde es auch nicht schlimm erstmal raus zu finden was man machen will, also warum nicht verschiedene Berufe erlernen. ist doch heute nicht mehr das man mit dem Beruf den man erlernt hat nach der Schule bis zum Rentenalter arbeitet.Also lasst dein Leben einfach auf dich zu kommen, wenn du schreiben willst dann schreibe!

    Lg aus Norwegen
    Ina

    http://www.mitkindimrucksack.de

  4. Ich finde es schon wichtig, dass man einen Plan hat und den auch verfolgt. Das ist auch später fürs Berufsleben wichtig. Man macht dann eben genau das, was man machen will. Man macht eben nicht irgendwas weil man eben muss.

    Und sollte dein Traum platzen, bzw. du das Gefühl haben, das er Platz: Gib nicht auf. Wenn es dein Wunsch ist, schaffst du es auch!

    Alles Liebe!

  5. Ja, ich hatte Pläne damals, wollte Journalistin werden. Unbedingt.
    Nur leider habe ich für dieses Ziel nichts getan, kein Volontariat neben der Schule, keine Praktika, nichts. Das das nicht hingehauen hat zeigt, einen Plan zu haben reicht nicht aus, man sollte auch schon wissen wie der Plan in Erfüllung gehen soll und was man tuen muss um sich seine Zukunft auch so zu gestalten wie man sie vermeintlich gerne hätte. Bei mir kann der Wunsch nicht groß genug gewesen sein.

    Planlos durchs Leben zu gehen halte ich persönlich für kontraproduktiv. Man sollte ab einem gewissen Alter schon wissen wohin die Reise grob geht, möglichst noch eine Alternative in petto haben. Ausprobieren ist erlaubt, nur sich treiben lassen in meinen Augen der falsche Weg.

  6. Mein Plan ist – auf Umwegen – in Erfüllung gegangen. ich habe Hotelfachfrau gelernt, in einem kleinen Hotel mit vielen Stammgästen und bayerischer Gemütlichkeit. Mein Wunsch war es, etwas eigenes (eigentlich ein Hotel) zu haben und auch mit vielen Stammgästen zu arbeiten. Das habe ich: in meinem Café sitzen fast täglich dieselben menschen, die sich untereinander mittlerweile unterhalten, auf der Straße grüßen und es ist eine nette Gemeinschaft geworden!
    VG Martina

  7. Einen Plan zu haben ist wichtig! Wichtig ist aber auch, davon mal abzukommen und einen neuen Plan zu schmieden! Der Weg ist das Ziel. Und das Leben läuft nie nach Plan. Träume doch mal… und verfolge Deinen Traum. Das finde ich viel wichtiger. Ich drücke Dir die Daumen fürs Abi.
    LG, Bea.

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