Als du noch ein Kind warst…

Als du noch ein Kind warst und vor nichts angst hattest, dich nicht vor dem Erklimmen des höchsten Baumes oder den tiefsten Gewässern gefürchtet hast, weil du einfach geschwommen bist. Als du dich noch nicht um die Zukunft gekümmert hast und deine größte Sorge die nicht gemachte Hausaufgabe war. Als du einen gute Nacht Kuss bekommen hast und selig einschlafen konntest, voller Neugierde auf den neuen Tag. Und du die Geschenk gesucht hast, die deine Mutter vor Weihnachten, wie immer, in ihrem Schrank versteckt hatte. Als du noch ein Kind warst und den ganzen Tag gespielt hast, beflügelt und leicht. Wenn du mal krank warst und das Gefühl hattest sterben zu müssen, weil du dich so elend in deinem Bettchen gefühlt hast. Als du noch ein Kind warst und von Tag zu Tag leben konntest. Unbeschwert, unbekümmert, sicher und voller Lebensfreude.

Als du noch ein Kind warst und du keine Ahnung vom wahrhaftigen Leben hattest.

Pauline

Wer bin ich? Mein Standpunkt in der Welt.

In der Schule sollten wir vor einiger Zeit ein Essay schreiben, über uns. Wir durften uns eine Fragestellung oder Überschrift aussuchen. Ich habe das Dokument gerade wiedergefunden und finde, dass es gut hier hin passt.

Ich sitze in meinem Bett, mit dem Laptop auf dem Schoß und weiß nicht richtig wie ich anfangen soll. Ich bin siebzehn Jahre alt, lebe mit meiner Mutter und meinem Bruder in *****. Ich kann mich glücklich schätzen was meine Lebensumstände betrifft. In einem Land wie Deutschland geboren zu werden und leben zu können ist ein unfassbar großes Privileg und ein Luxus, den nicht jeder hat.

Mein Standpunkt in der Welt ist klar durch gesellschaftliche Gewohnheiten und Erwartungen geprägt. Ich gehe zur Schule und habe mehr oder weniger einen „Plan“ was ich mit meinem Leben machen möchte. Ich habe Freunde, eine liebende und geliebte Familie, eine Passion die mein Leben füllt. Ich bin kein Außenseiter, werde gemobbt oder ähnliches. Ich werde von meinen Mitmenschen so akzeptiert wie ich bin und konnte mir einen Charakter aufbauen mit dem ich grundsätzlich zufrieden bin. Natürlich wäre ich gerne fleißiger, strebsamer und irgendwie auch sicherer in dem was ich tue, aber prinzipiell bin ich klaglos. Aber hinter der Fassade bröckelt es.

Ich hinterfrage viel. Mir wird immer gesagt, dass ich zu viel nachdenke, mir zu viele Sorgen mache. Ich fühle mich persönlich schuldig, wenn irgendetwas nicht so läuft wie ich es mir vorgestellt habe oder es mir wünsche, wenn es jemandem, den ich liebe, schlecht geht. Durch eine Phase in der es mir sehr schlecht ging, durfte ich viele lernen. Ich bin in Therapie, nehme Psychopharmaka, habe quasi die Abgründe der menschlichen Psyche gesehen. Dadurch fühle ich mich manchmal älter als ich bin. Als hätte ich Dinge erlebt, gefühlt, gedacht und durchgemacht, die die wenigsten in meiner Alter erleben mussten. Das ist ja hoffentlich auch so, aber ich habe dadurch auf viele Situationen und Erlebnisse einfach einen anderen Blickwinkel.

Aber natürlich will ich mich nicht durch die Depression definieren, ich bin nicht die Depression, die Depression ist lediglich ein Teil von mir, den ich mehr oder weniger hinter mir gelassen habe. Trotzdem hat sie mich und mein Denk- und Sichtweise stark geprägt.

Die Frage „Wer bin ich“ ist aber auch schwer kurz zu beantworten, ich habe nämlich selber nicht wirklich eine Ahnung und müsste wahrscheinlich Seiten lange Texte schreiben um das Chaos, welches gerade in meinem Kopf herrscht, zu ordnen und zu einem klaren Ergebnis zu kommen.

Alles in allem fühle ich mich aber gut gewappnet für die Zukunft und denke, dass ich das mit dem „Leben“ schon irgendwie hinkriege. Gewiss nicht ohne Fehler, Niederschläge oder schlechte Phasen, aber immerhin lebe ich. Das ist doch eigentlich das wichtigste. Es geht doch gar nicht darum, WER man ist, sondern DAS man ist!

Der Text hat nicht wirklich einen roten Faden, aber ich stehe hinter den Worten zu 100%. Was denkst du zu diesem Thema? Was ist dein derzeitiger Standpunkt und wie hättest du ihn gerne? Lass mir deine Gedanken gerne in den Kommentaren da!

Pauline

 

Anfang März am U-Bahnsteig

Für Ende März war es außergewöhnlich kalt. Selbst hier auf dem windgeschützten U-Bahnsteig konnte sie ihren Atem noch deutlich sehen. Auch er, der Mann, mitte 60, welcher nicht weit von ihr entfernt stand zitterte merklich. Sie fragte sich wo er wohl hin musste. Wieso er bei diesen unmenschlichen Bedingungen das Haus verließ. Hätte sie ihr Bett nicht verlassen müssen, wäre sie liegen geblieben. Ihr Mantel tropfte, der Schnee hatte sich doch dazu entschieden zu schmelzen. Auf ihrem Schal hatten sich Perlen aus Wasser gebildet. Der Mann sah sie mitleidig an und zwang sich zu einem lächeln. Auch sie schob ihre Mundwinkel, fast unmerklich, nach oben.

“Schule?”

Sie nickte kurz. Jetzt konnte auch sie sich nicht mehr zurück halten.

“Und was treibt sie auf die Straße?”

“Das Geschenk auf die Straße gehen zu können.”

Sie schluckte, er hatte ja recht und plötzlich fühlte sie sich schuldig. Sie war sich dem Gut gesund zu sein und alle Vorteile eines gesunden Körpers nutzen zu können schon bewusst aber sie führte es sich zu selten vor die eigenen Augen. Er hatte sich mittlerweile abgewandt aber sie starrte ihn immer noch an. Sein Mantel wölbte sich leicht über seinem buckligen Rücken und das graue, lichte Haar stand über dem Kragen ab. Sie zitterte immer noch am ganzen Leib aber sie wünschte sich nicht mehr sehnsüchtig in ihr Bett zurück. Sie stand aufrichtiger und sich dem Bewusst was es für ein Geschenk war in der Kälte stehen zu können. Die Bahn fuhr rauschend ein und war von Regentropfen bedeckt. Sie stieg nach dem Mann ein und setzte sich auf einen der freien Plätze. Der Mann stieg irgendwann aus, in der Nähe des Parks. Er verabschiedete sich mit einem lächeln und einem kurzen Nicken. Sie erwiderte die nette Geste und sah ihm nachdenklich nach. Er streifte sich seine Handschuhe über, zog die Kapuze an und verschwand im Schneesturm Richtung Park.

Pauline

Die Zigarette

Das Feuerzeug flammte flackernd auf, als er das Rädchen mit seinem rechten Daumen runter drückte. Er hielt es an die Zigarette und sie glühte auf. Er sog tief ein, während die Zigarette sich mehr und mehr in Asche wandelte. Er hielt die Luft für einen Sekundenbruchteil in seiner Lunge und atmete dann aus. Der Rauch, der aus seinem Mund kam, klebte kurz an seinen Lippen, an seinem ganzen Gesicht fest, es schien als wollte er ihn nicht loslassen. Die Qualmwaben begannen zwischen ihren Gesichtern zu tanzen. Seine Lippen und seine Finger zitterten, waren fast bläulich. Auch aus ihrem Mund kamen Waben, allerdings durch die Kälte verursacht. Die Sonne war schon längst untergegangen und die Lampe über ihnen warf ein kühles Licht auf sie, was den Rauch nur noch gespenstischer aussehen ließ. Sie hasste es. Sie hasste es, dass er seine Gesundheit für das Rauchen aufs Spiel setzte. Und sie hasste es, dass er nicht damit aufhörte, obwohl er ganz genau wusste, wie sehr sie es verabscheute. Aber am meisten störte sie, dass er NIEMALS für sie mit dieser banalen Sucht aufhören würde. Er hing mehr an den Kippen als an ihr. Bei dem Gedanken flackerte das Gefühl, von ihm nicht geliebt zu werden, wie das Feuerzeug vor einigen Sekunden, auf. Das Gefühl hatte sie viel zu oft.

“Sara?”

“Hmh?”

“Willst du?”

Sie nahm die Zigarette und zog an ihr, als würde ihr Leben davon abhängen.

Pauline

Als die Welt unterging

Die Welt endete nicht mit einem großen bäng. Sie endete von Zeit zu Zeit, leise und gar unbemerkt. Sie starb vor unseren Augen, die wir geschlossen hielten, weil wir das Unheil, dass direkt vor uns geschah nicht sehen wollten, nicht wahrhaben konnten.

Uns wurde ein so unendlich kostbares Geschenk gemacht, ein Lebensraum. Von was oder von wem muss jeder für sich definieren. Wie konnten wir unserem Planeten das antun und ihn so zurichten? Wie konnten wir das mit unserem Gewissen vereinbaren? Was hat uns dazu getrieben? Wir sind Menschen und haben die Welt zu einem unmenschlichen Ort hergerichtet! Wie konnten wir nur unsere Meere mit Müll voll pumpen? Wie konnten wir es zulassen, dass jeden Tag etliche Tiere ihr natürliches Umfeld verlassen müssen, weil wir mal wieder einen Teil des Regenwalds abholzen? Wie konnten wir es soweit kommen lassen, dass “Friede” ein Fremdwort geworden ist und Krieg, Hass und Leid für viele zum Alltag gehört?

Die, die es können scheinen sich entschieden zu haben: einfach das Beste aus der Zeit zu machen die bleibt. Das Wichtigste scheint für sie ohne Verzicht zu leben. Ihnen ist es egal wie lange es diesen Planeten noch gibt, solange sie vier lagiges Klopapier, Gummibärchen die in kleinen Tüten Plastik in der großen Plastiktüte verpackt sind, sie Blütenweißes Papier zum Schreiben haben und den “Coffee to go” im Pappbecher in der Hand halten, scheinen sie zufrieden. Nicht “unnötig” viel Geld für Klamotten auszugeben, sondern möglichst viel für möglichst wenig zu besitzen, für viele unabdingbar. Natürlich machen sie das nicht bewusst oder mit bösen Absichten, sie denken nur nicht drüber nach… Ich schließe mich da auch nicht aus, ich schreibe in der Schule auch auf weißen Blättern und nicht auf den recycelbaren, gelblichen und als beruflich “Kaffeeabhängige” erwische ich mich auch mit den “to go” Bechern in der Hand, aber ich habe Momente in denen ich einsichtig bin und hoffe in Zukunft bedachter umzugehen und mir den Konsequenzen bewusst zu sein, die mein Kaufverhalten mit sich bringt!

Bei dem Fakt, dass eine Folge “Emergency Room” 13 Millionen US-Dollar gekostet hat, eine Folge “Game of Thrones” 6 Millionen und das Retten eines Kinderlebens mit Hilfe von Medikamenten gegen eine heilbare Krankheit nur 2000 US-Dollar kostet, wird mir schlecht. Aber wenigstens werden wir gut unterhalten während Menschen sterben, die Welt zu einem Ort Unmoralischer wird und sie von Zeit zu Zeit untergeht…

Achtet ihr auf Nachhaltigkeit und was sagt ihr zu dieser Thematik?

Pauline

Optionslähmung

Wir haben so viele Möglichkeiten und Perspektiven, dass wir keine Ahnung haben, was wir machen sollen, geschweige denn was wir machen wollen. In meiner Klasse ein verbreitetes Phänomen: Angst. Angst vor der Zukunft und was sie mit sich bringt. Im besonderen das Leben in der Berufswelt.

Nächstes Jahr machen wir (hoffentlich) unser Abitur und dann geht das Leben richtig los. Ich bin einer der wenigen Personen, die mehr oder weniger einen Plan verfolgen, ein Ziel haben. Nicht alle haben dieses Glück. Ein Gespräch mit einer guten Freundin, Yara, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ein Traumjob, ein Ziel, zu haben, ist Segen und Fluch zu gleich.

Yara hat noch nicht wirklich eine Idee, kann somit aber auch nicht enttäuscht werden, im Gegensatz zu mir. Wenn mein Wunsch, aus welchem Grund auch immer, nicht in Erfüllung gehen würde, stünde ich nicht nur planlos sondern auch enttäuscht und niedergeschlagen vor dem Nichts. Ich bin seit Jahren festgelegt und haben keinen Alternativplan, keine Ausweichmöglichkeit. Für mich gibt es im Moment nur eine Richtung: mein größter Wunsch ist es zu schreiben, am liebsten Bücher, Kurzgeschichten, Prosa. Es ist nicht so, dass ich schreiben will. Ich muss schreiben!

Aber was ist besser? Einen Plan haben und mit der Chance leben, dass man vielleicht enttäuscht wird? Oder unvoreingenommen in die Berufswelt starten, mit der Aussicht, möglicherweise Jahre zu verschwenden, bis man irgendwann den passenden Beruf gefunden hat? Für mich klingt beides angst einflößend, es geht schließlich um unsere Zukünfte…

Wie war/ist das bei dir? Hattest oder hast du einen Plan? Falls du schon arbeitest, studierst oder eine Ausbildung machst: hat dein Plan oder Wunsch sich als Realität herausgestellt oder nicht?

Pauline

Das BLOCK-Magazin!

In freundlicher Kooperation mit BLOCK (PR-Sample)!

DSC04541Vor einer Weile habe ich durch Zufall ein Magazin entdeckt und wollte es unbedingt mit dir teilen. Netterweise wurde es mir kostenlos zur Verfügung gestellt, was meine Meinung aber in keinster Weise beeinflusst. Ich war auf der Suche nach einem Magazin, welches Kunst in all ihren Formen beinhaltet und wertschätzt. Das Wundermagazin heißt BLOCK und widmet sich einem breiten Spektrum an Kunst. Es geht nicht um aktuelle Themen, sondern wird von qualitativ hochwertigen Texten, Fotos, Gedichten und Erfahrungen bestückt. Es finanziert sich durch Crowdfunding und wird erst ab 1300 Bestellungen gedruckt. Die dritte Ausgabe beinhaltet 126 Seiten voller, purer Inspiration und kostet 12€. In der Zeitschrift findet man lediglich am Ende ein paar Seiten Werbung und wird nicht ständig beim lesen unterbrochen. Herausgegeben wird es übrigens von Theresia Enzensberger. Bestellen kann man diese DSC04549Ausgabe nicht mehr, aber hier ist eine Liste von Buchhandlungen, welche das Magazin vertreiben. Die vierte Ausgabe kann man jetzt auf der Onlineseite bestellen! Das Papier ist dick und sehr hochwertig, die Fotografien haben eine super Qualität. Das Magazin braucht Zeit, keine Frage. Damit meine ich, dass es nichts ist was man mal eben zwischen Tür und Angel lesen kann. Ich kann es nur jedem empfehlen, der keine Lust mehr auf das typische “Trash-Magazin” hat und gerne etwas hochwertigeres hätte.

Seiten voller Texte, bestückt mit wunderschönen Fotos.

Das Magazin strotzt nur so vor Ästhetik.

Pauline

Bücher, die mein Leben verändert haben | Favoriten!

Enthält unbezahlte Werbung – Nennung von Büchern

Words have the power to change us.

– Cassandra Clare

Bücher – Zufluchtsort und Ausbruchsmöglichkeit aus dem immer gleich währendem Alltag. Nach meinem letzten Beitrag Faszinierende Filme, Lieder und Zitate | Favoriten! habe ich Blut geleckt und wollte dir noch mehr meiner Lieblinge zeigen. Die folgenden Bücher haben mich so sehr beeindruckt und geprägt, dass sie mein Leben auf unterschiedliche Art und Weise ändern konnten. Ausgestattet mit Zitaten aus den Büchern folgt nun die Liste.

Jugendbücher:

Wendy Mass – Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst. Ein Buch über den Sinn des Lebens und wie diese aus den Augen zweier Kinder aussieht. Der 13 jährige Jeremy hat eine Kiste von seinem verstorbenem Vater bekommen, welche er an seinem kommendem Geburtstag öffnen soll und die den Sinn des Lebens beinhaltet. Es gibt allerdings ein Problem: die Kiste ist durch vier Schlösser gesichert und die passenden Schlüssel sind wie vom Erdboden verschwunden. Fest entschlossen der Anweisung, dass er die Kiste an seinem Geburtstag öffnen soll, zu folgen, erlebt er mit seiner Freundin Lizzy ein unvergessliches Abenteuer, welches die beiden quer durch New York führt. Es klingt wie ein Buch für Kinder, aber um die Nachricht zu verstehen, ist man wohl nie alt genug. Das Ende ist überraschend, lehrreich und irgendwie auch rührend. Ein Buch, dass nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene gelesen haben sollten.

“Bis vor Kurzem dachte ich, es ist der Tod, der dem Leben Sinn gibt – dass das Wissen um ein Ende uns anspornt, das Leben zu nutzen, solange wir es haben. Aber ich habe mich geirrt”.

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John Green – Looking for Alaska. Es war doch quasi vorprogrammiert, dass der Gute John Green hier auftauchen musste. “Eine wie Alaska” habe ich vor Jahren mit meinem Bruder und meiner Mutter auf CD gehört. Die englische Version “Looking for Alaska” habe ich vor ziemlich genau einem Jahr gelesen. Es war wahrscheinlich keine gute Idee das Buch während meiner Depression zu lesen, da es schon bedrückend sein kann. Ein Junge, mit dem Hang zu letzten Worten, geht sein erstes Jahr auf ein Internat, findet Freunde, gute und echte Freunde, hat sich schnell einen Kreis aufgebaut, in dem er sich wohl fühlt. Er hat seinen ersten Kontakt mit Alkohol, Zigaretten und Mädchen. Als Alaska, ein Mädchen aus der Gruppe einen tödlichen Autounfall erleidet, müssen sich die Freunde vor die Frage stellen, ob es Selbstmord war. Eine Geschichte über das Leben, den Tod, Schuldgefühle und immer auf der Spur des “großen vielleicht”. Das war das erste Buch in dem ich Sätze unterstrichen und mir Seiten markiert habe, einfach weil ich sie nicht vergessen will und sie so unglaublich Gewichtig sind.

“You spend your whole life stuck in the labyrinth, thinking about how you’ll escape it one day, and how awesome it will be, and imagining that future keeps you going, but you never do it. You just use the future to escape the present”.

Biographien und Sachbücher:

Stephen King – Das Leben und das Schreiben. Meine Affinität zu Stephen King habe ich, glaube ich, schon mal erwähnt. “Das Leben und das Schreiben” beinhaltet eine Biographie, einen Teil über das Schreiben als Tätigkeit und einen über die Bedeutung des Schreibens selber. Das war wie ein gefundenes Fressen für mich… Mehr über den Inhalt kann ich, logischer Weise, nicht schreiben, da es unmöglich ist das alles kurz zusammen zu fassen. Das Buch ist für alle etwas die gerne schreiben und begeisterte King-Leser sind. Für alle die einen Blick in Kings Kopf werfen möchten.

Schreiben ist Magie, ist das Wasser des Lebens, genau wie jede andere kreative Kunst auch. Das Wasser ist umsonst. Trinket also. Trinket und erquicket euch.

DSC04493Ayaan Hirsi Ali – Mein Leben, meine Freiheit. Als ich in der achten Klasse war, stand das Schreiben einer Biographie auf dem Plan. Ich entschied mich für Ayaan Hirsi Ali. Ayaan wer? fragst du dich jetzt vielleicht. Sie ist Politikerin, Bestsellerautorin, war Europäerin des Jahres 2006, Nomadin und Flüchtling. Aber vor allem ist sie eines: Kritikerin des Islams. Aufgewachsen als unterdrücktes und gepeinigtes Mädchen in Somalia und heute für viele muslimische Frauen ein Symbol für Freiheit – ihr Leben ist so beeindruckend und gruselig zur selben Zeit. Ich war dreizehn oder vierzehn Jahre alt, als ich das Buch gelesen habe und wusste danach mein Leben in Deutschland sehr zu schätzen. Ein Buch, das den Islam erklärt, verstehen lässt und die Schattenseiten aufweist. Der erschreckende Alltag eines Mädchens, dass in einer muslimischen Familie und einem muslimischen Land aufwachsen musste.

Toleranz gegenüber Intoleranten ist nichts anderes als Feigheit.

Poetry:

Rupi Kaur – milk and honey. Gibt es ein Buch das den Stempel “Depressiv” mehr verdient als das? Ich wage es zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz ist es wunderschön. Kann Poesie jemals nicht schön sein? Ist dieses Buch Papierverschwendung? Jap, definitiv. Die Seiten sind weniger als zur Hälfte beschrieben, aber immerhin gibt es kleine Zeichnungen. Es ist ein Buch das, vor allem in Amerika, wohl das Vorzeigebuch ist, wenn es um Poetry geht.

my favorite thing about you is your smell

you smell like earth, herbs, gardens, a little more human than the rest of us

Amanda Lovelace – the princess saves herself in this one. Ok, wir haben einen neuen Kandidaten für den ersten Platz gefunden. “milk and honey” und dieses hier sind sich zugegebener Maßen sehr ähnlich. Der gleiche Verlag, die gleiche Haptik und dasselbe Thema, hier gibt es aber keine Illustrationen. Trotzdem ist der Schreibstil und die Herangehensweise an das Thema unterschiedlich. Ich finde es einfach wahnsinnig schwierig Poesie zu beschreiben. Sie sprich doch für sich selbst, oder?

grief chung to her like an old, itchy, faded, ill-fitting hand-me-down dress.

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Rupi Kaur richtet sich in “milk and honey” öfter an andere Personen oder schreibt über sie, während Amanda Lovelace in “the princess saves herself in this one” scheinbar eher über sich selber schreibt.

Ich hoffe ich konnte dir neue Bücher vorstellen und dich inspirieren eines zu lesen!?

Hast du noch irgendwelche Bücher die du mir empfehlen kannst? Ich lese eigentlich alles, außer langweilige Liebesschnulzen wie Moyes, Pilcher und co.

P.s.: ich wünsche dir einen schönen ersten Advent!

Pauline

 

 

Faszinierende Filme, Lieder und Zitate | Favoriten!

Enthält unbezahlte Werbung – Verlinkung von Videos

Es gibt ein paar Videos, Lieder, Filme und Zitate die mich zum Nach- und zum Umdenken gebracht haben. Ich konnte alt eingesessene Ansichten neu sortieren und entfernen, fühle mich manchmal sogar wie ein anderer Mensch…

Videos:

Ein wunderschöner, kurzer Film über unsere Vorurteile und die wahren Geschichten der Menschen die wir verurteilen.

Dieser Kurzfilm behandelt eine Thematik, die nicht oft angesprochen wird. Es geht um die Gefahren, die jedem Mädchen bevorstehen. Der Film ist auf englisch, aber sehr sehenswert!

Lieder:

Eine kleine Gedankenreise in der Form eines “Liedes” über Träume und Realität und was passiert, wenn diese verschwimmen. Der Text ist von Alan Watts und, soweit ich weiß, auch von ihm gesprochen.

Wer kennt ihn nicht? Eminem ist ein wahrer Gott für Rap-Liebhaber und dieses Lied ist eines seiner Klassiker! Der Text verleiht mir regelmäßig Gänsehaut!

Filme:

1. “Der Club der toten Dichter”. Ebenfalls ein Klassiker! Falls du den Film schon kennst, solltest du dir ihn auf jeden Fall auch einmal auf Englisch (“Dead Poets Society”) angucken, wie die meisten Filme, ist auch er auf der originalen Sprache sehr viel besser!

2. “Kill Your Darlings”. Das ist das modernere Pendant zu “Dead Poets Society”. Die beeindruckende Geschichte des US-amerikanischen Dichters Allen Ginsberg wird hier ausdrucksstark erzählt. Mit “Harry Potter”- Darsteller Daniel Radcliffe und Dane DeHaan als Hauptdarsteller.

3. “Spotlight”. Ein Film über investigativen Journalismus des Spotlight-Teams der Boston Globe. Eine wahre Geschichte über sexuellen Missbrauch der von der katholischen Kirche an unzähligen Kindern ausgeübt wurde. Hervorragender Cast, unter anderen Michael Keaton, Rachel McAdams und Mark Ruffalo!

Ich wollte eigentlich jeweils den deutschen und den englischen Trailer verlinken, aber der Artikel hätte eine halbe Ewigkeit gebraucht zu laden, daher habe ich mich auf die deutschen beschränkt. Auch jetzt braucht er noch lange aber eben nur noch eine viertel Ewigkeit ;). Aber wie, dass ein oder andere mal, erwähnt: die englischen Versionen sind besser und die Trailer findet ihr auf YouTube!

Zitate:

Ich könnte jetzt jedes Zitat noch einmal abtippen, aber ich verlinke einfach meine Zitate und Gedichte Seite! Die wird auch regelmäßig ergänzt, wenn ich ein neues finde, dass mir gefällt!

Über besondere Bücher werde ich in näherer Zeit schreiben. Denn wenn ich die hier noch eingebunden hätte, hätte das den Rahmen gesprengt… Ich hoffe sehr ich konnte dich zum Nachdenken anregen und dass dich diese Dinge genau so sehr beeindrucken wie mich! Ich hoffe ich habe nichts vergessen… Wenn dir die Anregungen gefallen haben, würde ich mich sehr über Feedback freuen und eine Liste für weitere Favoriten gibt es bereits. Hast du noch Tipps für mich? Du weißt ja jetzt in welche Richtung mein Geschmack geht 🙂

Die Rechte für die genannten und verlinkten Beiträge liegen bei denen, die diese veröffentlicht haben, oder haben die Inhaber gekennzeichnet.

Pauline

Was mich meine Depression gelehrt hat

I’ve never met a strong person with an easy past.

Depressionen sind scheiße – keine Frage. Zumindest so lange man in einer steckt. Wenn es einem wieder besser geht, die Wunden geheilt sind und man getrost an diese Zeit zurück denken kann, kommen (mir auf jeden Fall) auch positive Dinge in den Sinn. Um denen, welche gerade noch eine schreckliche Zeit durchmachen, vielleicht Mut zu machen, kommt hier eine Aufzählung dieser Dinge, die Du hoffentlich auch bald wieder erkennen kannst:

  1. Dankbarkeit – Ich nehme Dinge anders wahr. Ich bin dankbar, dass es mir wieder gut geht und bin nicht mehr so leicht runter zu kriegen, da ich weiß was es heißt am Boden zu sein.
  2. Empathie – Nachdem man solch eine Zeit überstanden hat, kann man sich gut in Leute hinein versetzen, die gerade etwas ähnliches erleben. Ich kann nachvollziehen oder zumindest erahnen wie es in ihnen geht. Das hilft mir im Umgang mit Mitmenschen enorm.
  3. Wertschätzung – Ich schätze jeden Tag an dem ich aufwache, aufstehen kann und den Tag ohne außerordentliche Anstrengungen meistern kann.
  4. Bewusstsein – Ich lebe bewusster, genieße schöne Momente, nehme diese intensiver war.
  5. Kampfgeist – Gezwungenermaßen habe ich gelernt zu kämpfen, ich bin stärker und ‘härter im Nehmen’ geworden.
  6. Selbstkenntnis – Ich weiß jetzt, wann es mir reicht, weiß wann ich mir was zutrauen kann und wann ich mich besser zurückhalten sollte.
  7. Stolz – Ich bin unglaublich stolz auf mich, dass ich das, im wahrsten Sinne des Wortes, überlebt habe.

Auch wenn das “nur” sieben Punkte sind, sind es sehr gewichtige Dinge. Was ich persönlich noch gelernt habe, ist, dass der Tod etwas ist, dass den Zurückgebliebenen zustößt.

Pauline