Was ist das nur mit mir und der Nacht?

Ich war schon immer ein Nachtmensch. 

Ich kann nachts alles besser. 

Lesen, denken, leben, atmen.

Wenn die Grillen anfangen zu zierpen und der Mond so hell scheint als könne ihn nichts aufhalten. Wenn alle Lichter ausgeschaltet sind und die Menschen in ihren Betten liegen und ruhig atmen, so ruhig als könne sie nichts aus der Fassung bringen. Wenn die Vögel still werden und erst mit dem Aufgang der Sonne ihr fröhliches Lied fortsetzen. Wenn das Rauschen der Bäume Geschichten zu erzählen scheint und der Wind in unbestimmten Takten singt. 

Wenn ich in den Nachthimmel blicke und mir die Sterne zuzwinkern die so sehr funkeln und vor Schönheit strotzen wie nur Sterne es zu tun vermögen.

Das rhythmische Ticken der alten Taschenuhr erinnert an die Zeit und daran, dass all die einsamen Seelen bald aus ihrer unbegrenzten Traumwelt erwachen und zurück in ihren Alltag fallen. 

Und dann kenne ich, nur ich, all die Geheimnisse die der Mond mir, jede Nacht aufs neue flüstert.

Pauline

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