Was mich meine Depression gelehrt hat

I’ve never met a strong person with an easy past.

Depressionen sind scheiße – keine Frage. Zumindest so lange man in einer steckt. Wenn es einem wieder besser geht, die Wunden geheilt sind und man getrost an diese Zeit zurück denken kann, kommen (mir auf jeden Fall) auch positive Dinge in den Sinn. Um denen, welche gerade noch eine schreckliche Zeit durchmachen, vielleicht Mut zu machen, kommt hier eine Aufzählung dieser Dinge, die Du hoffentlich auch bald wieder erkennen kannst:

  1. Dankbarkeit – Ich nehme Dinge anders wahr. Ich bin dankbar, dass es mir wieder gut geht und bin nicht mehr so leicht runter zu kriegen, da ich weiß was es heißt am Boden zu sein.
  2. Empathie – Nachdem man solch eine Zeit überstanden hat, kann man sich gut in Leute hinein versetzen, die gerade etwas ähnliches erleben. Ich kann nachvollziehen oder zumindest erahnen wie es in ihnen geht. Das hilft mir im Umgang mit Mitmenschen enorm.
  3. Wertschätzung – Ich schätze jeden Tag an dem ich aufwache, aufstehen kann und den Tag ohne außerordentliche Anstrengungen meistern kann.
  4. Bewusstsein – Ich lebe bewusster, genieße schöne Momente, nehme diese intensiver war.
  5. Kampfgeist – Gezwungenermaßen habe ich gelernt zu kämpfen, ich bin stärker und ‘härter im Nehmen’ geworden.
  6. Selbstkenntnis – Ich weiß jetzt, wann es mir reicht, weiß wann ich mir was zutrauen kann und wann ich mich besser zurückhalten sollte.
  7. Stolz – Ich bin unglaublich stolz auf mich, dass ich das, im wahrsten Sinne des Wortes, überlebt habe.

Auch wenn das “nur” sieben Punkte sind, sind es sehr gewichtige Dinge. Was ich persönlich noch gelernt habe, ist, dass der Tod etwas ist, dass den Zurückgebliebenen zustößt.

Pauline

2 Kommentare zu „Was mich meine Depression gelehrt hat

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